Im Gespräch mit Jörg Bredendieck

Jörg Bredendieck arbeitet als Teamleitung Text für die Walbusch-Gruppe. Sein Job beinhaltet alles, was für Kataloge, Aussendungen, den Online Shop, die E-Mail Newsletter, für Magazine und Aktionen geschrieben werden muss. Zudem fällt in seinen Aufgabenbereich die Konzeption von Aktionen, die Betreuung von Film und Tonaufnahmen sowie das Finden von Ideen für Marketingaktionen. Typische Arbeitsfelder sind Produkttexte, wöchentliche Aussendungen wie Newsletter oder regelmäßige Artikel fürs Magazin zu schreiben.  Jörgs Team besteht aus fünf talentierten Texter:innen.

Im Gespräch mit Helen verrät er, worauf es beim kreativ sein ankommt, welche Projekte ihn besonders begeistern und welche Führungskompetenzen für ihn wichtig sind.

Was macht dir besonders Spaß und was eher gar nicht?

Jeden Tag schreiben zu dürfen, für Ideen bezahlt zu werden, kreativ zu sein, das macht Spaß und ist, finde ich, ein Privileg. Wenn man wie ich dann auch noch so tolle Kolleginnen und Kollegen hat, ist es wirklich ein schöner Beruf. Natürlich gibt es Tage, wenn es stressig wird. Das liegt bei uns an der unglaublichen Zahl an Texten, die wir schreiben: Jedes Jahr kommen viele neue Produkte hinzu, für die wir Beschreibungen anfertigen, zudem produzieren wir im Jahr mindestens 18 Kataloge, jede Woche zwischen drei und fünf Newsletter, dazu kommen noch Aufgaben wie das Handball Sponsoring, TV-Spots, Videos für den Onlineshop konzipieren und betreuen. Das bedeutet: Wir müssen gut organisiert sein, um alles rechtzeitig zu schaffen.

 

 

Was machst du, wenn dir einfach mal nichts einfällt? Hast du Tipps wie man wieder einen freien Kopf bekommt?

Du meinst den sogenannten Writer´s Block, die Angst vor dem weißen Papier? Ehrlich gesagt, und das soll jetzt nicht wie falsche Bescheidenheit klingen, kommt das kaum vor. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich das ja nun schon ein paar Jahre mache. Wichtig ist immer, generell offen für viele Anregungen und für Inspiration zu sein. Also: Lesen, Filme schauen, in Ausstellungen gehen, aber auch einfach nur nach draußen, in die Stadt, in die Natur. Vieles, was man später umsetzt, basiert auf Gesehenem oder Gehörtem. Und ebenso wichtig: Der Austausch mit dem Team. Das heißt nicht, dass man immer für alles ein Brainstorming braucht. Aber Ideen sollte man mit den anderen diskutieren, deren Sichtweise hören, damit man nicht zu sehr im eigenen Saft schmort.

 

Welche Projekte machen dir besonders Spaß?

Haben wir so viel Zeit? ;-) Im Ernst, vom Handball-Sponsoring mit allen Aktivitäten, die dazugehören über die Erstellung von Videos während des Drehs des neuen Walbusch TV-Spots bis hin zu den wöchentlichen Newslettern, wo drei bis fünf Texte geschrieben werden müssen, die kurz & knapp begeistern, das macht wirklich Spaß. Besonders viel Freude macht mir aber auch die Arbeit für unsere Wanderprodukte, die wir zusammen mit Manuel Andrack entwickeln. Mit dem Autoren und Wanderexperten führen wir Interviews, gehen mit ihm wandern und erstellen tollen sogenannten Content für unsere Webseite. Übrigens versuchen wir oft, Produkte selber gründlich zu testen. So habe ich mit Walbusch Wanderjacke, Hose und Stiefeln mal in 21 Stunden einen 100km Marsch absolviert – hinterher waren unsere Produkte in besserer Verfassung als ich ;-).

 

Im Vergleich zu deiner vorherigen Position als Senior Texter, was sind die größten Veränderungen?

Natürlich die Personalverantwortung. Neben der kreativen Arbeit ist viel Organisatorisches hinzugekommen. Es gibt aber auch mehr Gestaltungsmöglichkeiten, was toll ist.

 

Erst kürzlich fand das Führungskräfteentwicklungsprogramm statt – wie ist dieses Programm strukturiert? Wie werden dort Voraussetzungen und Kompetenzen für Führungskräfte erworben?

Das Programm ist eine Mischung aus Theorie und Praxisübungen. Rund ein halbes Jahr absolvieren die Teilnehmenden mehrtägige Workshops, wo Grundlagen vermittelt werden, aber auch Fähigkeiten aktiv in Rollenspielen und mit professionellen Trainerinnen und Trainern geübt werden. So erfahren wir beispielsweise nicht nur mehr über rechtliche Grundlagen, was Verträge, Arbeitszeiten etc. angeht. Wir üben auch in Gesprächen mit Schauspielern, wie wir mit Teammitgliedern sprechen, das reicht von aktivem Zuhören über Gesprächsführung bis hin zu Verhalten in Konfliktsituationen. Insgesamt ein ausgewogenes und wertvolles Programm, bei dem ich eine Menge für den Arbeitsalltag und die Rolle als Teamleitung lernen kann.

 

Was sind für dich die wichtigsten Führungskompetenzen?

Bei aller Theorie: Wichtig ist, nie zu vergessen, dass wir unsere Ziele nur gemeinsam erreichen. Es kommt darauf an, die gesunde Mischung zwischen Vorausgehen und „Machen lassen“ zu finden. Schließlich ist jeder Mensch anders: Die einen fühlen sich mit genauen Vorgaben wohler, die anderen lieben es, eigenverantwortlich zu handeln. Als Führungskraft muss einem das klar sein. Ohne den engen Austausch mit dem Team geht das nicht. Darum sitze ich beispielsweise auch mit meinem Team in einem Raum. Wenn wir nicht im Homeoffice sind, ist so der schnelle Austausch ganz einfach möglich.

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